Ich schaffe das ...

Barbara Kloska 12. Oktober 2021

ICH LIEBE SIE …

Ich liebe sie – diese Kreativen!
Ich liebe sie – diese Penetranten, die ihre ganze Kreativität investieren, um an ihr Ziel zu kommen.
Ich liebe sie – diese Fragesteller, die dafür an meinem Rat, meiner Meinung, meinen Ideen interessiert sind.

Diesen Leuten schenke ich gern meine Zeit, bemühe mich, ihnen zu helfen und engagiere mich für ihre Anliegen.
Sie belohnen mich durch Spaß am Tun, Bestätigung und Inspiration für eigene Dinge.

Und dann gibt es diese Leute, die mir dadurch, dass sie meinen Rat, meine Meinung, meine Idee zum Thema X, Y, Z erfragen, erst nur Unbehagen bereiten und mich im Wiederholungsfall sogar richtig sauer machen.

Warum?

Weil ich weiß, was nach meiner Antwort kommt. Sätze wie :
„Gute Idee, ABER …!“

Gefolgt von einer längeren Liste mit Gründen, warum mein Vorschlag gerade bei ihnen NICHT funktioniert.

Gut, hier und da gibt es vielleicht Fakten, die bei mir anders sind, als bei denen. Das ist dann halt so.
Aber das heißt ja nicht, dass das Problem damit unlösbar ist.
Diese Leute hauen mir dann ihren „Das-geht-bei-mir-nicht“-Katalog um die Ohren und kurze Zeit später sind sie mit ähnlichem Anliegen wieder da.


Dieses Prozedere ist so zielführend wie zwei Stunden Kreisverkehr!


Sind die Leute einfach doof?

Nein, ich fürchte, sie arbeiten einfach nach einem vorgegebenen Muster, das sie gelernt und verinnerlicht haben.
Dabei liegt der Fokus auf dem, was NICHT KLAPPEN KÖNNTE und – zur Bestärkung suchen und finden sie auch gleich das WARUM dahinter.

So konstruiert man sich selbsterfüllende Prophezeiungen.

Wenn es anders werden sollte, müsste man das Muster, die Schablone wechseln.

Statt anzufangen, Gründe zu finden, warum es NICHT klappt, gilt es, sich zu überlegen, ob eine Idee vielleicht funktionieren könnte, wenn sie ein wenig verändert oder für die entsprechende Person hier und da angepasst wird. Oder ob es eine Alternative gibt, die dem Wesen der entsprechenden Person mehr entspricht und ihn weiterbringt.

Doch für solche Überlegungen ist es unumgänglich, diese Gewohnheit, diesen Automatismus des Suchens nach Gründen und des Findens nach Entschuldigungen zu unterbrechen.

Das kostet verdammt viel Energie – plus der, die für die Umsetzung der Lösung ansteht!

Ja – das klingt nach Schwierigkeit und Anstrengung.
Klingt nicht nur so – ist es auch.
Aber mühsam heißt nicht unmöglich.

Wenn das nun mal DER Weg ist, der aus der Jammer-Dauerschleife heraus in ein wohl möglich besseres Leben führt, kannst du dich entscheiden, ob du ihn gehen möchtest oder nicht.
Tue, wie du meinst – es ist dein Leben.

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